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Wechseljahre und Sexualität: Wie Frauen Intimität neu entdecken können

Die Wechseljahre sind ein natürlicher Lebensabschnitt im Leben jeder Frau, der oft mit tiefgreifenden körperlichen und emotionalen Veränderungen einhergeht. Etwa die Hälfte aller Frauen erlebt während dieser Phase Veränderungen in ihrer Sexualität, die von vaginaler Trockenheit bis zu einem verminderten Lustempfinden reichen können. Diese Erfahrungen sind weit verbreitet und keineswegs ein Grund zur Stigmatisierung. Im Gegenteil: Sie bieten eine Chance, die eigene Sexualität neu zu definieren und erfüllende Wege der Intimität zu entdecken. Dieser Artikel, verfasst von Dr. Lara Frei, Gynäkologin FMH, MD, beleuchtet die Ursachen dieser Veränderungen und stellt dokumentierte Lösungsansätze vor, um Frauen zu ermutigen, ihre sexuelle Gesundheit proaktiv anzugehen und bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Réponses rapides

Was ist 'Wechseljahre Sexualität erfüllt'?
Es beschreibt die Möglichkeit, auch in und nach den Wechseljahren eine befriedigende sexuelle Intimität zu erleben, trotz hormoneller Veränderungen und potenzieller Herausforderungen, durch bewusste Strategien und Unterstützung.
Ist das häufig?
Ja, etwa die Hälfte der Frauen erlebt in den Wechseljahren sexuelle Veränderungen wie Trockenheit oder verminderte Libido. Es ist ein weit verbreitetes Thema, das offen angesprochen werden sollte, um Lösungen zu finden.
Wann muss ich zum Arzt?
Sie sollten eine Fachperson konsultieren bei anhaltenden Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, starkem Leidensdruck, unerklärlichen Blutungen nach der Menopause oder wenn Ihre Lebensqualität durch sexuelle Probleme beeinträchtigt ist.
Wen konsultiere ich in der Schweiz?
Primär Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen FMH für medizinische Aspekte. Bei psychologischen oder relationalen Schwierigkeiten können auch Sexualtherapeut·innen, Urolog·innen oder Psycholog·innen die richtigen Ansprechpersonen sein.
Die Herausforderungen für eine erfüllte Sexualität in den Wechseljahren sind real und gut dokumentiert, aber keineswegs ein unabwendbares Schicksal. Als Dr. Lara Frei möchte ich betonen, dass es zahlreiche Wege gibt, diese Phase aktiv und positiv zu gestalten. Ob medizinische Unterstützung, psychologische Begleitung oder Anpassungen im Lebensstil – die Möglichkeiten sind vielfältig. Der wichtigste erste Schritt ist, das Thema zu enttabuisieren und das Gespräch mit einer qualifizierten Fachperson in der Schweiz zu suchen. Ihre sexuelle Gesundheit ist ein integraler Bestandteil Ihres Wohlbefindens und verdient Aufmerksamkeit und Unterstützung. – Dr. Lara Frei

Questions fréquentes

Sind sexuelle Probleme in den Wechseljahren normal?

Ja, sexuelle Veränderungen wie vaginale Trockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder eine veränderte Libido sind in den Wechseljahren sehr häufig und betreffen etwa die Hälfte aller Frauen. Sie sind eine normale Reaktion auf hormonelle Veränderungen, aber keineswegs unabwendbar. Es ist wichtig, sie nicht als persönliches Versagen zu sehen, sondern als medizinisch und psychologisch beeinflussbare Herausforderungen, für die es Lösungsansätze gibt. Zögern Sie nicht, eine Fachperson zu konsultieren.

Kann eine Hormonersatztherapie (HRT) die Sexualität verbessern?

Eine Hormonersatztherapie (HRT) kann bei vielen Frauen die sexuellen Beschwerden in den Wechseljahren deutlich lindern. Sie kann insbesondere bei vaginaler Trockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und einer verminderten Libido wirksam sein. Die HRT ist jedoch nicht für jede Frau geeignet und birgt individuelle Risiken und Vorteile. Eine Entscheidung sollte immer in Absprache mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen nach sorgfältiger Abwägung Ihrer persönlichen Gesundheitsgeschichte getroffen werden. Lokale Östrogenpräparate bieten eine gezielte Option für vaginale Symptome.

Was kann ich selbst tun, um meine sexuelle Lust zu steigern?

Es gibt mehrere Schritte, die Sie selbst unternehmen können, um Ihre sexuelle Lust und Ihr Wohlbefinden zu fördern. Eine offene Kommunikation mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin über Ihre Bedürfnisse und Ängste ist essenziell. Experimentieren Sie mit sexueller Selbstexploration und entdecken Sie, was sich für Sie gut anfühlt. Ein gesunder Lebensstil mit regelmässiger Bewegung, ausgewogener Ernährung und ausreichend Schlaf trägt ebenfalls bei. Die Verwendung von Gleitmitteln und Vaginalbefeuchtern kann bei Trockenheit sofort Linderung verschaffen. Bei anhaltenden Problemen ist jedoch eine professionelle Beratung empfehlenswert.

Wer bezahlt die Sexualtherapie in der Schweiz?

Die Kostenübernahme für Sexualtherapie in der Schweiz kann variieren. In der Regel werden die Kosten für eine Sexualtherapie nicht von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung nach KVG/LAMal) übernommen, es sei denn, sie ist Teil einer medizinisch notwendigen psychotherapeutischen Behandlung, die von einem Arzt oder einer Ärztin angeordnet wird. Einige Zusatzversicherungen können jedoch einen Teil der Kosten für psychologische oder sexualtherapeutische Leistungen erstatten. Es ist ratsam, sich vor Beginn einer Therapie direkt bei Ihrer Krankenkasse über die genauen Konditionen zu informieren.

Gibt es Alternativen zu Hormonen bei vaginaler Trockenheit?

Ja, es gibt wirksame nicht-hormonelle Alternativen zur Linderung vaginaler Trockenheit. Dazu gehören Vaginalbefeuchter, die regelmässig angewendet werden, um die Feuchtigkeit der Schleimhaut zu verbessern, sowie Gleitmittel, die direkt vor dem Geschlechtsverkehr verwendet werden, um Reibung und Schmerzen zu reduzieren. Beide sind in Apotheken und Drogerien erhältlich. Zusätzlich kann Beckenbodentraining die Durchblutung fördern und die Elastizität des Gewebes verbessern. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollten Sie jedoch eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen konsultieren, um die beste Option für Sie zu finden.