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Menopause und erfüllte Sexualität: Wege zu neuem Wohlbefinden

Die Menopause ist eine natürliche Lebensphase, die jede Frau durchläuft. Während viele Aspekte dieser Zeit offen diskutiert werden, bleibt die sexuelle Gesundheit oft ein Tabuthema. Studien zeigen jedoch, dass ein erheblicher Anteil der Frauen, etwa 40-50% in den Wechseljahren, Veränderungen in ihrem Sexualleben erleben, die als herausfordernd empfunden werden können. Dies muss jedoch nicht das Ende einer erfüllten Sexualität bedeuten. Dieser Artikel, verfasst von Dr. Lara Frei, Gynäkologin FMH, Dr. med. am Universitätsspital Genf, beleuchtet die häufigsten Ursachen dieser Veränderungen, stellt wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze vor und gibt Orientierung, wann der Zeitpunkt für eine professionelle Konsultation gekommen ist. Ziel ist es, Frauen zu informieren und zu ermutigen, ihre sexuelle Gesundheit aktiv zu gestalten.

Réponses rapides

Was ist Menopause und erfüllte Sexualität?
Es geht darum, sexuelle Zufriedenheit in der Menopause zu finden, indem man die hormonellen und psychologischen Veränderungen versteht und aktiv angeht, um Intimität und Lust neu zu definieren.
Ist das häufig?
Ja, etwa 40-50% der Frauen erleben sexuelle Veränderungen in der Menopause, wie vaginale Trockenheit oder Libidoverlust, die das Wohlbefinden beeinträchtigen können.
Wann muss ich konsultieren?
Konsultieren Sie bei anhaltenden Schmerzen, starkem Libidoverlust, unklarer Trockenheit, emotionaler Belastung oder Beziehungsproblemen aufgrund sexueller Schwierigkeiten.
Wer ist in der Schweiz zu konsultieren?
In der Schweiz sind Gynäkologinnen, Sexualtherapeutinnen, Psychologinnen oder Beckenboden-Physiotherapeutinnen die richtigen Ansprechpartner, oft nach einer Erstkonsultation beim Hausarzt.

Die Menopause ist eine natürliche und unvermeidliche Phase im Leben einer Frau, die jedoch nicht das Ende einer erfüllten Sexualität bedeuten muss. Die damit verbundenen sexuellen Veränderungen sind weit verbreitet und absolut keine Schande. Es ist von entscheidender Bedeutung, diese Herausforderungen offen anzusprechen und zu verstehen, dass es vielfältige, wissenschaftlich fundierte Wege gibt, um das sexuelle Wohlbefinden wiederzuerlangen oder neu zu entdecken. Ob medizinische Unterstützung, Anpassungen im Lebensstil oder psychologische Begleitung – für viele Frauen gibt es wirksame Lösungen. Der erste und wichtigste Schritt ist immer das Gespräch mit einer qualifizierten Fachperson in der Schweiz, sei es Ihre Gynäkologin, Ihr Hausarzt oder eine spezialisierte Sexualtherapeutin. Zögern Sie nicht, diese Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um Ihre sexuelle Gesundheit aktiv zu gestalten.

Dr. Lara Frei, Gynécologue FMH, MD (Universitätsspital Genf, Genève)

Questions fréquentes

Ist es normal, in der Menopause keinen Sex mehr zu wollen?

Ein vermindertes sexuelles Verlangen (Libidoverlust) ist eine häufige Erfahrung während und nach der Menopause, die viele Frauen betrifft. Dies kann auf hormonelle Veränderungen, aber auch auf psychologische Faktoren oder Beziehungsprobleme zurückzuführen sein. Es ist wichtig, dies nicht als 'normal' im Sinne von unabänderlich zu betrachten, sondern als ein Symptom, das angesprochen und behandelt werden kann, wenn es Sie stört. Eine Konsultation kann helfen, die Ursachen zu identifizieren und Lösungen zu finden.

Können Schmerzen beim Geschlechtsverkehr in der Menopause behandelt werden?

Ja, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) sind ein häufiges Symptom der vaginalen Atrophie in der Menopause und können sehr gut behandelt werden. Lokale Östrogentherapien, nicht-hormonelle Feuchtigkeitscremes und Gleitmittel sind oft sehr wirksam. In einigen Fällen können auch andere Therapien wie Laserbehandlungen oder Beckenbodentraining in Betracht gezogen werden. Es ist wichtig, eine Gynäkologin zu konsultieren, um die genaue Ursache abzuklären und die passende Behandlung zu finden.

Wie lange dauern sexuelle Probleme in der Menopause typischerweise an?

Die Dauer sexueller Probleme in der Menopause variiert stark und hängt von den individuellen Symptomen und ihrer Ursache ab. Symptome wie vaginale Trockenheit können ohne Behandlung dauerhaft bestehen bleiben oder sich sogar verschlimmern. Mit den richtigen Behandlungen und Anpassungen können die Beschwerden jedoch oft deutlich gelindert oder behoben werden, manchmal innerhalb weniger Wochen bis Monate. Eine frühzeitige Intervention ist oft am effektivsten.

Gibt es nicht-hormonelle Alternativen zur Behandlung von vaginaler Trockenheit?

Ja, es gibt mehrere nicht-hormonelle Optionen zur Linderung von vaginaler Trockenheit. Dazu gehören regelmässige Anwendung von vaginalen Feuchtigkeitscremes und Gelen (oft mit Hyaluronsäure), die Verwendung von Gleitmitteln beim Geschlechtsverkehr sowie gegebenenfalls Laser- oder Radiofrequenztherapien. Diese können die Symptome verbessern, indem sie die Hydratation und Elastizität der Vaginalschleimhaut fördern. Besprechen Sie diese Optionen mit Ihrer Gynäkologin.

Kann die Menopause auch positive Auswirkungen auf die Sexualität haben?

Für einige Frauen kann die Menopause tatsächlich positive Aspekte für die Sexualität mit sich bringen. Die Befreiung von der Angst vor ungewollter Schwangerschaft kann zu einer entspannteren und lustvolleren sexuellen Exploration führen. Mit zunehmender Reife und Selbstkenntnis können Frauen zudem ein tieferes Verständnis für ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse entwickeln. Durch offene Kommunikation und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, kann die sexuelle Intimität in dieser Lebensphase bereichert werden.