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Menopause und Sexualität: Wege zu einem erfüllten Intimleben

Die Menopause ist eine natürliche Lebensphase, die jede Frau durchläuft, typischerweise zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Entgegen mancher Vorstellungen muss diese Zeit nicht das Ende eines erfüllten Sexuallebens bedeuten. Tatsächlich berichten laut einer Umfrage des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit (BAG) aus dem Jahr 2024 etwa 30% der Frauen in der Perimenopause und Menopause über Veränderungen in ihrer Sexualität, die sie als beeinträchtigend empfinden können. Dieser Artikel, verfasst von Dr. Lara Frei, Gynécologue FMH, MD, soll aufzeigen, welche Ursachen diesen Veränderungen zugrunde liegen können und welche vielfältigen Lösungsansätze zur Verfügung stehen, um die Intimität und das Wohlbefinden in dieser Lebensphase zu fördern. Wir beleuchten medizinische, verhaltensbezogene und psychologische Strategien und klären, wann professionelle Hilfe ratsam ist.

Réponses rapides

Was ist Menopause und erfüllte Sexualität?
Die Menopause ist eine natürliche Lebensphase mit hormonellen Veränderungen, die das Sexualleben beeinflussen können. Eine erfüllte Sexualität bedeutet, Wege zu finden, Intimität und Lust im Einklang mit den aktuellen Bedürfnissen zu erleben.
Ist das häufig?
Ja, sehr. Laut BAG (2024) berichten über 30% der Frauen in der Perimenopause und Menopause in der Schweiz über sexuelle Veränderungen, die sie als beeinträchtigend empfinden können.
Wann sollte ich eine Fachperson konsultieren?
Konsultieren Sie bei anhaltenden Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, starker vaginaler Trockenheit, deutlichem Libidoverlust, psychischem Leidensdruck oder wenn die Symptome Ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Wer kann mir in der Schweiz helfen?
Ihr Gynäkologe/Ihre Gynäkologin ist der erste Ansprechpartner. Bei Bedarf können auch Sexualmediziner, Psychologen, Urologen oder spezialisierte Physiotherapeuten unterstützen.
Als Dr. Lara Frei möchte ich Ihnen mitgeben, dass die Menopause eine Phase des Übergangs ist, nicht des Endes. Die Herausforderungen im sexuellen Bereich sind real, aber sie sind auch verständlich und vor allem behandelbar. Es ist ein weitverbreitetes Phänomen, das keineswegs stigmatisierend sein sollte. Die moderne Medizin und Psychologie bieten heute eine breite Palette an wissenschaftlich fundierten Ansätzen – von gezielten hormonellen Therapien über lokale Behandlungen bis hin zu psychologischer Unterstützung und Lebensstilanpassungen. Das Wichtigste ist, proaktiv zu handeln und das Schweigen zu brechen. Ihr erster und entscheidender Schritt sollte eine offene Konsultation bei einer qualifizierten Fachperson in der Schweiz sein. Gemeinsam können wir einen Plan entwickeln, der Ihnen hilft, Ihr Intimleben neu zu entdecken und eine erfüllte Sexualität in dieser neuen Lebensphase zu geniessen. Dr. Lara Frei, Gynécologue FMH, MD (Universitätsspital Genf, Genève)

Questions fréquentes

Sind sexuelle Probleme in der Menopause normal?

Veränderungen im Sexualleben während der Menopause sind sehr häufig und betreffen einen grossen Teil der Frauen. Sie sind eine normale Reaktion auf hormonelle Veränderungen, insbesondere den Östrogenabfall. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Erfahrungen weit verbreitet sind und keineswegs ein Zeichen für ein Scheitern oder eine Anomalie darstellen. Wenn diese Veränderungen jedoch zu Leidensdruck führen, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Kann Hormonersatztherapie (HRT) meine sexuelle Lust zurückbringen?

Die Hormonersatztherapie (HRT) kann bei vielen Frauen die Libido positiv beeinflussen, insbesondere wenn der Libidoverlust hormonell bedingt ist. Sie kann auch Symptome wie Scheidentrockenheit lindern, die indirekt die sexuelle Lust steigern können. Eine HRT ist jedoch nicht für jede Frau geeignet und sollte nach einer gründlichen Nutzen-Risiko-Abwägung mit Ihrem Gynäkologen oder Ihrer Gynäkologin besprochen werden, um die beste Option für Sie zu finden.

Was kann ich tun, wenn ich Schmerzen beim Geschlechtsverkehr habe?

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) sind ein häufiges Symptom in der Menopause, oft bedingt durch Scheidentrockenheit und Gewebeverdünnung. Erste Schritte können die Verwendung von Gleitmitteln und regelmässige vaginale Feuchtigkeitscremes sein. Wenn die Schmerzen anhalten, ist es jedoch unerlässlich, einen Gynäkologen oder eine Gynäkologin zu konsultieren, um die Ursache abzuklären und spezifische Behandlungen wie eine lokale Östrogentherapie oder Lasertherapie zu besprechen.

Gibt es nicht-hormonelle Möglichkeiten bei Scheidentrockenheit?

Ja, neben hormonellen Therapien gibt es verschiedene nicht-hormonelle Ansätze zur Linderung von Scheidentrockenheit. Dazu gehören regelmässige Anwendung von vaginalen Feuchtigkeitscremes und Gelen, die die Schleimhaut hydratisieren. Auch sexuelle Aktivität kann die Durchblutung fördern. Bei stärkeren Beschwerden können Medikamente wie Ospemifen oder die vaginale Lasertherapie eine Option sein. Eine Fachperson kann Sie über die besten nicht-hormonellen Optionen beraten.

Wie wichtig ist die Kommunikation mit meinem Partner?

Offene und ehrliche Kommunikation mit Ihrem Partner ist von grösster Bedeutung. Das Teilen Ihrer Gefühle, Ängste und körperlichen Veränderungen kann Missverständnisse vermeiden und gegenseitiges Verständnis fördern. Gemeinsam können Sie neue Wege der Intimität und Zärtlichkeit entdecken, die über den reinen Geschlechtsverkehr hinausgehen. Bei Schwierigkeiten kann auch eine Paartherapie oder Sextherapie hilfreich sein, um die Kommunikation zu verbessern und die Beziehung zu stärken.