Réponses rapides
- Was ist Stillzeit und Sexualität?
- Es beschreibt die vielfältigen Auswirkungen des Stillens auf das sexuelle Verlangen, die körperlichen Empfindungen und die Intimität eines Paares nach der Geburt.
- Ist es häufig, dass die Sexualität in der Stillzeit betroffen ist?
- Ja, etwa 60-70% der Frauen erleben Veränderungen in ihrem sexuellen Verlangen oder ihrer sexuellen Erfahrung während der Stillzeit. Dies ist ein weit verbreitetes Phänomen.
- Wann muss ich eine Fachperson konsultieren?
- Konsultieren Sie bei anhaltenden Schmerzen, starkem Libidoverlust, emotionaler Belastung oder wenn die Beziehung leidet. Ihr Empfinden ist entscheidend.
- Wer ist in der Schweiz der richtige Ansprechpartner?
- In der Schweiz sind Gynäkologinnen/Gynäkologen bei körperlichen Beschwerden und Sexologinnen/Sexologen oder Psychologinnen/Psychologen bei psychologischen Aspekten die richtigen Ansprechpartner.
Die Stillzeit ist eine einzigartige und transformative Phase, die das Leben einer Frau und eines Paares tiefgreifend prägt. Es ist wichtig zu erkennen, dass Veränderungen in der Sexualität während dieser Zeit ein dokumentiertes und weit verbreitetes Phänomen sind, das keineswegs stigmatisierend ist. Es gibt vielfältige Wege, um mit diesen Herausforderungen umzugehen – sei es durch medizinische Unterstützung bei körperlichen Beschwerden, die Anpassung verhaltensbezogener Muster oder die Inanspruchnahme psychologischer Begleitung. Der erste und entscheidende Schritt ist immer, das Thema offen anzusprechen und bei Bedarf eine geeignete Fachperson in der Schweiz zu konsultieren. Geduld mit sich selbst, offene Kommunikation in der Partnerschaft und die Bereitschaft, neue Formen der Intimität zu entdecken, sind dabei wertvolle Begleiter. Dr. Lara Frei, Gynäkologin FMH, MD.
Questions fréquentes
Ist es normal, während der Stillzeit weniger sexuelles Verlangen zu haben?
Ja, ein reduziertes sexuelles Verlangen während der Stillzeit ist sehr häufig und wird von vielen Frauen erlebt. Dies ist oft auf hormonelle Veränderungen (niedriger Östrogenspiegel durch Prolaktin), Müdigkeit und die körperliche sowie emotionale Beanspruchung durch die Pflege des Neugeborenen zurückzuführen. Es ist eine normale Reaktion des Körpers und kein Grund zur Sorge, solange es Sie nicht stark belastet.
Was kann ich gegen vaginale Trockenheit während der Stillzeit tun?
Vaginale Trockenheit ist eine häufige Folge des östrogenarmen Zustands während der Stillzeit. Sie können stillfreundliche, nicht-hormonelle Gleitmittel und Feuchtigkeitscremes verwenden. Bei stärkeren Beschwerden kann Ihre Gynäkologin oder Ihr Gynäkologe eine lokale Östrogentherapie in niedriger Dosis empfehlen, die in der Regel sicher während der Stillzeit angewendet werden kann. Eine Konsultation ist hierfür empfehlenswert.
Wie lange dauern die sexuellen Veränderungen nach der Geburt typischerweise an?
Die Dauer der sexuellen Veränderungen variiert stark von Frau zu Frau. Hormonelle Auswirkungen können anhalten, solange gestillt wird. Psychologische und körperliche Erholungsprozesse können ebenfalls Monate dauern. Viele Frauen berichten, dass sich ihr sexuelles Verlangen und ihre sexuelle Funktion nach dem Abstillen oder mit zunehmendem Alter des Kindes allmählich normalisieren. Geduld und offene Kommunikation sind hierbei wichtig.
Kann Stillen die Empfindlichkeit meiner Brüste beeinflussen?
Ja, während der Stillzeit können die Brüste sehr empfindlich sein, was Berührungen, die zuvor angenehm waren, unangenehm machen kann. Dies ist auf die hormonelle Umstellung und die volle Brust zurückzuführen. Es ist wichtig, dies mit Ihrem Partner zu kommunizieren und alternative Formen der Intimität zu finden, die für Sie beide angenehm sind.
Wann sollte ich professionelle Hilfe suchen, wenn meine Sexualität in der Stillzeit leidet?
Sie sollten professionelle Hilfe suchen, wenn Sie anhaltende Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben, unter einem starken und belastenden Verlust der Libido leiden, emotionale Belastungen oder depressive Symptome auftreten oder Ihre Beziehung unter den sexuellen Schwierigkeiten leidet. Eine Gynäkologin, ein Sexologe oder ein Psychologe kann Ihnen dabei helfen, die Ursachen zu identifizieren und geeignete Lösungsansätze zu finden.